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Jamaika

   
Jamaika [jaˈmaɪ̯ka] (engl. Jamaica) ist ein selbstständiger Inselstaat innerhalb des Commonwealth of Nations in der Karibik.
Der Name leitet sich vom arawakischen Xaymaca oder Chaymakas ab, was so viel wie Quellenland oder Holz- und Wasserland bedeutet. Die ehemalige Kolonie ist für ihre vielseitige Kultur, aber auch für ihre sozialen und wirtschaftlichen Probleme bekannt.
Jamaika ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen. Sie liegt 145 Kilometer südlich von Kuba und getrennt durch den Jamaica Channel 160 Kilometer westlich von Hispaniola (Kiskeya) mit den Staaten Haiti und Dominikanische Republik. Das mittelamerikanische Festland ist 635 Kilometer von der Westspitze entfernt. Bei einer Länge von 235 Kilometern und einer Breite zwischen 35 und 82 Kilometern nimmt die Hauptinsel eine Fläche von 10.991 Quadratkilometern ein.
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Minimal 22 22 23 24 25 25 25 26 25 25 24 23
Sonnenstunden 8 9 9 9 8 8 9 9 8 7 8 8
Regentage 4 3 3 5 7 7 5 6 9 1 5 4
Wassertemperatur 26 26 26 27 27 28 28 29 28 28 27 27

Wir starteten zu einer einwöchigen Rundreise über die Insel Jamaika und einem ebenfalls einwöchigen Badeurlaub im Hotel Dragon Bay. Zielflughafen war der Sangster International Airport von Montego Bay. Vom Mombay aus (so nennen die Jamaikaner Montego Bay) startete unsere Rundreise über die Insel.

Mombay ist eine der Tourismushochburgen auf der Insel, gelegen an einer weit geschwungenen Bucht im Nordwesten der Insel. Von Montego Bay aus fuhren wir nach Negril. Negril ist ebenfalls ein bekanntes Tourismuszentrum mit einem 11 km langen Sandstrand. Auf unserem Weg zum Black River besuchten wir die Bezirkshauptstadt Savannah la Mar, wo heute noch in großem Umfang Zuckerrohr angebaut wird, ein wichtiger Rohstoff, der das Erscheinungsbild der Insel wesentlich geprägt hat.


Die Ureinwohner der Insel, die Arawak und die Kariben, wurden mitsamt ihrer Sprache und Kultur innerhalb von 200 Jahren von den Spaniern ausgerottet. Die friedfertigen Arawak kamen ursprünglich aus dem heutigen Venezuela und erschlossen sich viele der Karibikinseln. Sie litten später unter den kriegerischen Kariben, die amerikanisch-indianischen Ursprungs waren und nach denen die Karibik benannt wurde.

Wir erreichten den Black River, der eingebettet ist in eine Mangrovenlandschaft. Er bietet vielen Vogelarten und Krokodilen eine Heimat.

Eine weitere Station an diesem Tag waren die YS Wasserfälle. Die riesigen Ländereien auf denen die Wasserfälle liegen sind benannt nach den ehemaligen Besitzern Yates und Scott (YS), die hier Zuckerrohr anbauten. Heute werden auf den Ländereien Pferde gezüchtet und Rinder gehalten. Traktorengespanne brachten uns zu den Wasserfällen, die über 10m über mehrere kleine und große Klippen und Bänke herunterstürzen.

Von hier aus war es nur ein kurzes Stück zur bekannten Bambusavenue. Sie ist rund 4 km lang und links und rechts gesäumt von fast 30 m hohem Bambus, der sich nach innen biegt und so die Straße zu einem lichtgrünen Tunnel macht.

Die letzte Station an diesem Tag war ein feucht-fröhliches Ereignis, nämlich der Besuch einer Rumfabrik, wo wir ausgiebig die vielen Sorten kosten konnten. Bereits von Ferne konnte man den Rauch des Schornsteins der Appleton Rumfabrik erkennen und auch riechen. Wie schon gesagt, ist Zuckerrohr die am meisten angebaute Pflanze auf Jamaika. Sie ist der Rohstoff für Rum. Wir wurden durch alle Stationen der Rumproduktion geführtund lernte die alten und die neuen Methoden kennen. Seit 1749 wird bei Appleton Rum produziert und in alle Welt verschifft.

Das Ziel des nächsten Tages war die Stadt Mandeville. Aufgrund der Höhe wurde das Klima immer angenehmer. Mandeville ist ein beliebtes Erholungsgebiet für die reicheren Bürger von Jamaika. Kaffee und Gewürze gedeihen auf den Hügeln besonders gut. Wir waren nach Mandeville gekommen um uns eine Orchideenzucht anzusehen.
Von Mandeville aus ging’s unserem nächsten Ziel entgegen, der Hauptstadt von Jamaika Kingston.

Kingston liegt unterhalb der Blue Mountains. Hier wohnen mehr als 1 Million Menschen. Da wir wussten, dass zu dieser Zeit die Karnevalsumzüge stattfinden sollten, wollten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen und suchten uns einen guten Platz. Natürlich besuchten wir auch das Haus von Bob Marley, das mittlerweile ein Museum ist. Seine unverwechselbare Reggaemusik machten ihn zum ersten Superstar der dritten Welt.

Der nächste Tag stand im Zeichen der Blue Mountains. Auf einer Kaffeeplantage wollten wir den berühmten Blue Mountain Kaffee probieren, dessen Preis pro Kilo bei über hundert Euro liegt. Er wird von Kennern wie Roger Moore und der Queen Elizabeth wegen seines unverwechselbaren Geschmacks besonders geschätzt. Der Kaffee gedeiht hier so hervorragend wegen des milden, feuchten Klimas und der Fruchtbarkeit des Bodens.


Die Etappe des nächsten und letzten Tages führte uns in Richtung Port Antonio, der Bananenhauptstadt. Auf dem Weg dorthin fährt man über die Strandstrasse, vorbei an malerischen Buchten, Kokosnuss- und Bananenplantagen. Wir machten eine Pause an der blauen Lagune, an der schon der Film "Die blaue Lagune" gedreht wurde und in der Jacques Cousteau mit seinem Unterseeboot auch nach 60 m noch auf keinen Grund stieß.

Wir erreichten unser Hotel Dragon Bay, das unser Strandhotel für die restliche Zeit des Urlaubs sein sollte. Bevor wir aber zum ruhigen Teil des Urlaubs übergingen, war noch eine Besichtigung von Port Antonio und eine Floßfahrt auf dem Rio Grande angesagt. San Antonio ist heute noch der wichtigste Bananenhafen Jamaikas. Eine Erinnerung an die guten alten Zeiten ist der Banana Boat Song von Harry Belafonte, der die Arbeit der Tagelöhner beschreibt. Der Erfinder der Floßfahrt als Urlaubsattraktion war in den 40er Jahren Errol Flynn, der seine Freunde und Schauspielerkollegen aus Hollywood auf den Flößen Richtung Küste schippern ließ.

Nach der Floßfahrt besichtigten wir noch die Stadt Port Antonio mit dem bekannten Fort George Shopping Center, dass von der Baronin Thyssen erbaut wurde und viele Architekturstile in sich vereinigt.
Mit der Rückfahrt zu unserem Strandhotel endete dann auch die Rundreise und wir konnten zum erholsamen Teil übergehen. Im Hotel Dragon Bay und in der Umgebung entstanden viele Spielfilme, z.B. auch „Cocktail“ mit Tom Cruise, der der Hotelbar dann auch seinen Namen gab.

Hier einige Bilder aus dem Jamaika Album